Private Krankenversicherungen:

Eine Psychotherapie durch einen approbierten ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten wird in der Regel von Ihrer privaten Krankenkasse übernommen! Die Form der Kostenübernahme wird aber sehr unterschiedlich gehandhabt. Bitte klären Sie daher mit ihrer Versicherung vorher ab, wie die Rahmenbedingungen für Psychotherapie in Ihrem Tarif sind – es gibt z.B. Tarife, die Therapiesitzungen nur in einem bestimmten Umfang pro Jahr zulassen, andere erfordern einen speziellen Antrag (den ich für Sie ausfülle). Kontaktieren Sie Ihre Krankenkasse und fragen nach den Bedingungen für Psychotherapie. Ihre Krankenkasse wird Ihnen sofort die erforderlichen Formulare zuschicken. Dann können wir gemeinsam gemäß den Satzungen Ihrer Krankenversicherung die Psychotherapie beantragen bzw. durchführen. Das Honorar wird dabei nach der Gebührenordnung für Ärzte berechnet (GOÄ, Ziffer 870, derzeit 100,55 Euro pro Therapiestunde von 50 Minuten).

Selbstzahler

Wenn Sie aus persönlichen Gründen die Kosten für Psychotherapie selbst tragen möchten, gilt für Sie wie bei Privatversicherten die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als Honorargrundlage. In der Regel wird der 2,3-fache Satz in Rechnung gestellt. Dies entspricht bei Verhaltenstherapie derzeit 100,55 Euro pro Sitzung à 50 Minuten.

Gesetzliche Krankenversicherungen

Aktuell kann keine Abrechung über die gesetzlichen Krankenkassen erfolgen.

Aber auf der  Seite der Kassenärztlichen Vereinigung finden Sie Psychotherapeuten, die für die Versorgung im Rahmen der Kassenärztlichen Vereinigung tätig sind und die Kosten übernommen werden.

→ Psychotherapeutensuch der KV Berlin

Wenn Sie wünschen, dass Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Therapie übernimmt, ist dies nur im so genannten Kostenerstattungsverfahren nach § 13.3 SGB V möglich.

Dies besagt: Kann Ihre Krankenversicherung Ihnen innerhalb eines zumutbaren Zeitrahmens keinen Therapieplatz bei einem Vertragsbehandler anbieten (allein das Verweisen auf Therapeutenlisten, Suchportale o. ä. reicht nicht!), so ist sie gehalten, die Kosten für eine Behandlung in einer Privatpraxis zu übernehmen.

ACHTUNG: Seit dem Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie, am 01.04.2018 muss jeder Patient vor Aufnahme einer Psychotherapie eine „Psychotherapeutische Sprechstunde“ aufsuchen. In der Sprechstunde klärt ein Therapeut ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorliegt und der Patient eine Therapie benötigt oder eine Beratung, zum Beispiel in einer Ehe- und Familienberatungsstelle, oder ein anderes Angebot ausreicht.

Einen Termin zur Sprechstunde erhalten Sie über die KV Berlin (Kassenärztliche Vereinigung) unter der Rufnummer: 030/31 003 383 (Mo. – Fr. 09:00 – 15:00 Uhr).